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Licht im Bad planen: Sicherheit, Schichten, Stimmung

Eine einzelne Deckenleuchte kann weder die Rasur am Morgen noch die Ruhe am Abend bedienen. Die Lösung liegt in Schichten, nicht in Watt.

Kein Raum stellt so widersprüchliche Anforderungen an Licht wie das Badezimmer. Am Morgen braucht es klares, schattenfreies Licht für Rasur und Make-up. Am Abend soll derselbe Raum zur Ruhe einladen. Wer nur eine Deckenleuchte in die Mitte des Raums setzt, löst keines von beidem gut.

Eine durchdachte Badbeleuchtung besteht deshalb aus drei Ebenen. Das Allgemeinlicht kommt über eine Deckenleuchte oder mehrere Spots, gleichmässig verteilt, mit rund 300 Lux auf Bodenniveau. Das Spiegellicht sollte seitlich sitzen, nicht nur von oben: Leuchten beidseits des Spiegels vermeiden die Schlagschatten im Gesicht, die ein einzelner Deckenspot immer erzeugt. Für nachts braucht es ein gedimmtes Orientierungslicht, idealerweise an einem eigenen Stromkreis, damit man nicht um zwei Uhr morgens vom Hauptlicht geblendet wird.

Bei der Lichtfarbe ist 3000 K für die meisten Bäder der richtige Kompromiss: warm genug für Wohnatmosphäre, neutral genug, um Hautton und Farben beim Schminken korrekt zu beurteilen. Ein CRI ab 90 ist hier kein Nice-to-have, sondern Voraussetzung.

Ein Fehler, der immer wieder vorkommt, sind Spiegelschränke mit integrierter Deckenbeleuchtung, aber ohne seitliches Licht. Das Ergebnis sind harte Schatten unter Augen und Kinn, unabhängig davon, wie gut die Leuchte selbst ist. Wer diesen einen Punkt in der Planung berücksichtigt, löst das grösste Problem der Badbeleuchtung, bevor es entsteht.

Beleuchteter Badezimmerspiegel mit zwei schlanken Wandleuchten beidseits, warmes Licht

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